Blaue Tonnen in Bamberg

Die Sammelergebnisse im Bereich Altpapier hängen stark von der gewählten Sammellogistik ab. Im Falle der Papiertonne wird der zusätzliche Abfuhrtermin in die bestehenden Planungen des kommunalen Unternehmens integriert. Der Vorteil für den Bürger: Das Papier wird regelmäßig abgeholt, Service, Information und Gebührenabrechnung erfolgen aus einer Hand. Wie dies praktisch umgesetzt wird und welche Ergebnisse dabei erzielt wurden, zeigt das Beispiel aus Bamberg.

Seit Beginn des Jahres 2007 erfolgt die Altpapiersammlung in Bamberg flächendeckend in allen Abfuhrbezirken durch den Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB) mit einer blauen Tonne. Diese hat die zuvor praktizierte Bündelsammlung abgelöst. Im Stadtgebiet wurden ca. 15.000 Behälter aufgestellt, welche alle vier Wochen geleert werden. Dort, wo Platzprobleme existierten, konnten auch so genannte Nachbarschaftstonnen bestellt werden. Nach wie vor besteht die Möglichkeit, Papier und Kartonagen auf dem Recyclinghof abzugeben. Die Einführung der Papiertonne erfolgte gebührenneutral. Das verbesserte Erfassungssystem wirkte sich direkt positiv auf die erfassten Mengen aus. Im Jahr 2008 erhöhte sie sich um 5%. Im Jahr 2009 wurden 6.081,3 t Altpapier erfasst. Dies entspricht bei einer zugrunde gelegten Einwohnerzahl von 71.210 ca. 85,4 kg/Einwohner. Im Vergleich mit anderen Kommunen kann sich dieser Wert durchaus sehen lassen. Die weitere Vermarktung erfolgt durch eine ortansässige Firma. 

 

Wolfgang Derra, kaufmännischer Werkleiter des Entsorgungs- und Baubetriebes der Stadt Bamberg, sieht im Papierrecycling ein gutes Beispiel, wie eine umwelt- und klimafreundliche Abfallverwertung umgesetzt werden kann und dabei noch positive Effekte für Einkommen und Beschäftigung in der Region entstehen. Derra:

 „Durch die ortsnahe Verwertung werden auch unnötige Transportkilometer vermieden. Diese Ökobilanz kann sich sehen lassen!“

 

Bild: Immer her damit: Abholung des Altpapiers in Bamberg